Ankunft des neuen Hundes bei Ihnen zuhause

Was gilt es zu beachten?

Reisen mit dem Flugzeug ist für die Hunde ungewohnt. Manche Hunde sind verängstigt durch die Reise und die vielen neuen Eindrücke.

Wir empfehlen Ihnen, den Hund in der Transportbox bis ins neue Zuhause zu nehmen. Schliessen Sie die Türen und öffnen Sie die Box. Warten Sie dann, bis der Hund von alleine herauskommt. Reden Sie ihm ruhig und vertrauensvoll zu, bieten Sie ihm eventuell ein Leckerli an.  Am besten geschieht dies in ruhiger Umgebung und ohne viel Aufmerksamkeit. Er wird meist in kurzer Zeit von sich aus Kontakt zu Ihnen suchen. Sie sind seine neue Bezugsperson.

Die ersten Gassigänge sollten mit Halsband und Geschirr sowie mit zwei Leinen erfolgen. Es hat sich gezeigt, dass ängstliche Hunde in Schrecksituationen in Sekunden aus dem Geschirr schlüpfen, auch wenn man das nicht erwarten würde. Kinder sollten den Hund erst dann führen dürfen, wenn der Hund Vertrauen gefasst hat und gut eingewöhnt ist.

Von Flexi-Leinen raten wir zu Beginn dringend ab. Es kann zu Unfällen kommen damit, wenn der Hund erschrickt.

Ihr neues Familienmitglied muss in der Regel noch viel lernen. Es ist jedoch normalerweise sehr lernbegierig, freut sich über jede Beschäftigung und Aufgabe und ist meist auch durch Leckerlis bestechlich.

Hundetraining sollte sich pro „Lektion“ auf wenige Minuten beschränken. Vergessen Sie nicht die Wichtigkeit des Spiels um eine dicke Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Liebling herzustellen und gönnen Sie ihm genügend ungestörte Ruhezeit.

Hundetraining beruht auf der Bestärkung und Belohnung von positivem Verhalten. Bestrafen Sie „schlechtes“ Benehmen Ihres Lieblings nicht. Ignorieren sie es und lenken Sie das Tier mit etwas ab, was es gerne macht. Beispielsweise mit seinem Lieblingsspielzeug. Es wird schnell lernen, dass sich positives Verhalten mehr „lohnt“ und dass der Jogger, das Fahrrad, der Postbote, etc. uninteressant sind.

Verknüpfen Sie gewünschtes Verhalten mit einem kurzen, klaren Kommando (Sitzen, Warten, etc.). Loben und belohnen Sie das Tier, wenn es mit Freude Ihr Kommando ausführt. Verwenden Sie keine langen Sätze, wenn sie etwas von Ihrem Hund wollen. Er kann nur kurze Kommandis verstehen, unterscheiden und befolgen, vor allem auch in Schrecksituationen.

Auch nach dem Absolvieren des obligatorischen praktischen Teils des Sachkundenachweises wird ein Training in einer Hundeschule und die vielfältigen Angebote an hundesportlichen Aktivitäten Ihr Tier artgerecht fordern und ihm (und Ihnen) mit Sicherheit grosse Freude bereiten.

Hunde sind grundsätzlich saubere Tiere. Sie koten und urinieren nicht an ihrem Fress- oder Schlafplatz. Ihr neuer Hund hatte jedoch aufgrund der Zwingerhaltung in der Auffangstation vielleicht nicht die Wahl, wo er sein Geschäft verrichten sollte. Er weiss darum am Anfang vielleicht noch nicht, wo er sein Häufchen und Pippi bei Ihnen machen soll oder darf. Ein kleines Missgeschick passiert nicht, um Sie zu ärgern, oft passiert das bei jungen Hunden sogar aus der enormen Freude, sie wiederzusehen (!), und soll ihm bitte nachgesehen werden. Er kann seine „schlechte“ Handlung im Nachhinein nicht mit Ihrer Ungehaltenheit in Verbindung bringen und reagiert darum auf Schimpfen verstört.

Nach einem Schläfchen oder wenn sie merken, dass Ihr neuer Freund im Haus unruhig wird, gehen Sie mit ihm rechtzeitig nach draussen und loben sie ihn ausgiebig, wenn er sich am von Ihnen gewünschten Ort erleichtert. Er ist dann happy, dass er Ihnen eine Freude gemacht hat (positive Bestärkung). Er wird so auch in kurzer Zeit lernen, wo er sein Geschäft verrichten soll.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.